Sie sind ein KMU und wollen sich schon für kommende Anfragen zur Nachhaltigkeit rüsten oder freiwillig einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen?

Sie fragen sich, wo Sie anfangen sollen?

 

Was Ihnen andere Beratungsunternehmen nicht sagen....

Es gibt ein offizielles Gratistool zur Sammlung und Eingabe Ihrer Datenpunkte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

 

Starten Sie noch heute mit dem offiziellen Tool der EFRAG, welche die Nachhaltigkeitsstandards ausgearbeitet hat.

 

Hintergrund:

Seit 30.7.2025 gibt es die offizielle Empfehlung der Kommission für einen Standard für die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung kleiner und mittlerer Unternehmen, welche am 5.8.2025 veröffentlicht wurde.

Es handelt sich dabei um den sogenannten von der ERFAG im Dezember 2024 vorgelegten VSME (Voluntary Standard for Small and Medium-sized Enterprises).

 

Der Standard liegt nun offiziell in Deutsch übersetzt vor und kann hier abgerufen werden.

Das offizielle Excel Tool von EFRAG liegt in Englisch vor und kann hier abgerufen werden.

 

Zum Starten und Erfahren welche Daten in welcher Tiefe gefordert sind, ist dies der richtige Einstieg.

 

Wir machen Recht verständlich!

 

Wenn Sie weitere Expertise benötigen oder wenn Sie an regelmäßigen Informationen über rechtliche Änderungen im Bereich Environment, Health, Safety (EHS) interessiert sind, kontaktieren Sie mich.

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#VSME #CSRD #ESG #KMU #Nachhaltigkeitsbericht #Nachhaltigkeit

Jeder gemäß REACH oder CLP registrierte oder angemeldete Stoff benötigt einen Identifikator. Wenn ein Stoff nicht durch eine EG-Nummer identifiziert und nicht zuvor angemeldet oder registriert wurde, weist die REACH-IT dem Stoff eine neue Listennummer zu.

Die ECHA ändert das Format der Listennummer im Frühsommer 2025, da die Nummern im derzeitigen Format bald auslaufen werden. Das neue Format behält die derzeitige Länge bei, wird aber von numerisch auf alphanumerisch umgestellt.

 

Beispiel für das derzeitige Format 100-000-1
Beispiel für das neue Format A00-001-5

 

Unternehmen müssen möglicherweise Maßnahmen ergreifen, um ihre Aufzeichnungssysteme außerhalb von REACH-IT an das neue Format anzupassen. Dh. für Sie, kontrollieren Sie, ob Ihr Softwaresystem zur Dokumentation Ihrer Chemikalien alphanumerische Zeichen erfassen kann. Die Änderung betrifft nur neue Einträge - Listennummern, die vor der Formatänderung vergeben wurden, sind davon nicht betroffen.

Wenn Sie an regelmäßigen Informationen über rechtliche Änderungen wie diese im Bereich Environment, Health, Safety (EHS) interessiert sind, kontaktieren Sie mich.

 

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Omnibus-Entwürfe

Die Europäische Kommission plant eine Abschwächung der Lieferkettenrichtlinie (CSDDD), um Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zu stärken. Die neuen Regelungen betreffen vor allem die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD),  die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) und die EU-Taxonomie-Verordnung.

Diese Änderungen liegen allerdings erst in Entwürfen vor und sollen künftig nur noch große Unternehmen betreffen. Ursprünglich sollten auch KMUs also bereits Firmen ab 250 Beschäftigten und 40 Millionen Euro Umsatz betroffen sein.

Nun im Entwurf

CSRD - Anwendungsbereich: Anhebung des Schwellenwerts auf mehr als 1.000 Beschäftigte UND entweder einen Umsatz größer 50 Mio. EUR oder eine Bilanzsumme größer 25 Mio. EUR (Einzel- oder Konzernebene)

EU-Taxonomieverordnung:

  • Vollumfängliche Berichterstattung für Unternehmen mit mehr als 1.000 MA und größer 450 Mio. EUR Umsatz
  • Freiwillige Berichterstattung für Unternehmen mit mehr als 1.000 MA und kleiner 450 Mio. EUR Nettoumsatz, welche taxonomie-konforme oder teilweise taxonomie-konforme Aktivitäten berichten können.

Im Rahmen der Lieferkette sollen künftig Unternehmen nur noch bei direkten Geschäftspartnern und Tochtergesellschaften sicherstellen müssen, dass diese Umweltgesetze und Menschenrechte achten, nicht mehr entlang der gesamten Lieferkette – weiter vorgelagerte Zulieferer und Unterauftragnehmer bleiben somit weitgehend unbetroffen.

Überarbeitete und vereinfachte ESRS für berichtspflichtige Unternehmen: Auch die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) werden überarbeitet und vereinfacht. Sektorspezifische Berichtsstandards sollen entfallen, die Berichtspflichten sollen reduziert werden. Der Entwurf sieht eine Überprüfung der Relevanz und Zweckmäßigkeit der Datenpunkte vor, um Unternehmen von unnötiger Berichterstattung zu entlasten.

Reduktion des Trickle-Down-Effekts: Der Omnibus-Entwurf sieht weiters vor, den sogenannten Trickle-Down-Effekt zu reduzieren. Dazu soll die Menge an Informationen begrenzt werden, die große Unternehmen innerhalb der Wertschöpfungskette von kleineren Unternehmen, d. h. Unternehmen mit nicht mehr als 500 Mitarbeitenden, einfordern können. Dadurch soll sich der Aufwand und der Dominoeffekt für mittelständische Unternehmen verringern.

Außerdem will die Kommission die Anwendung der Lieferkettenrichtlinie um ein Jahr auf Juni 2028 verschieben und die Nachhaltigkeitsberichtspflichten der zweiten Welle (ursprünglich ab dem Geschäftsjahr 2025) und dritten Welle (ursprünglich ab dem Geschäftsjahr 2026) um jeweils zwei Jahre verschieben.

 

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UPDATE 2025: Bitte Beachte Sie, dass die EU an sogenannten Omnibus-Entwürfen arbeitet, um die Verpflichtungen abzuschwächen. Diese sind noch nicht als gesetzliche Änderung in Kraft.

Die Europäische Lieferkettenrichtlinie (CSDDD oder auch CS3D) wurde veröffentlicht und ist ab 18.7.2024 in Kraft.

Die Richtlinie (EU) 2024/1760 richtet sich an die Mitgliedstaaten und muss in Österreich bis 26. Juli 2026 national umgesetzt werden. Eine vergleichsweise Regelung findet sich in Deutschland im sogenannten Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Von der Richtlinie betroffen sind im Wesentlichen (verbundene) Unternehmen mit mehr als 1 000 Beschäftigten und weltweiten Nettoumsatz von mehr als € 450 000 000.

Diese Richtlinie enthält Vorschriften über
a) die Verpflichtungen von Unternehmen in Bezug auf tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen auf die Menschenrechte und die Umwelt im Zusammenhang mit ihrer eigenen Geschäftstätigkeit, der Geschäftstätigkeit ihrer Tochterunternehmen und der Geschäftstätigkeit, die von ihren Geschäftspartnern in den Aktivitätsketten dieser Unternehmen ausgeführt wird,
b) die Haftung für Verstöße gegen die genannten Pflichten und
c) die Verpflichtung für Unternehmen zur Annahme und Umsetzung eines Übergangsplans zur Minderung der Folgen des Klimawandels, mit dem die Vereinbarkeit des Geschäftsmodells und der Strategie des Unternehmens mit dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft und mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C gemäß dem Übereinkommen von Paris nach besten Kräften gewährleistet werden soll.

Es werden risikobasierte Sorgfaltspflichten in den Bereichen Menschenrechte und Umwelt festgelegt. Unternehmen müssen folgende Maßnahmen erfüllen:
a) Einbeziehung der Sorgfaltspflicht in ihre Unternehmenspolitik und Risikomanagementsysteme (Artikel 7)
b) Ermittlung und Bewertung tatsächlicher oder potenzieller negativer Auswirkungen (Artikel 8) und erforderlichenfalls Priorisierung tatsächlicher oder potenzieller negativer Auswirkungen (Artikel 9)
c) Verhinderung und Minderung potenzieller negativer Auswirkungen, Abstellung tatsächlicher negativer Auswirkungen und Minimierung ihres Ausmaßes (Artikel 10 und 11)
d) Leistung von Abhilfe für tatsächliche negative Auswirkungen (Artikel 12)
e) sinnvolle Einbeziehung von Interessenträgern (Artikel 13)
f) Einrichtung und Aufrechterhaltung eines Meldemechanismus und Beschwerdeverfahrens (Artikel 14)
g) Überwachung der Wirksamkeit ihrer Strategien und Maßnahmen zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht (Artikel 15)
h) öffentliche Kommunikation über die Sorgfaltspflicht (Artikel 16)

• Daten werden im zentralen europäischen Zugangsportal (European Single Access Point, ESAP) zugänglich gemacht.

• Leitlinien der Kommission, einschließlich allgemeiner Leitlinien und Leitlinien für bestimmte Branchen oder in Bezug auf spezifische negative Auswirkungen werden folgen.

• Zwangsgelder bei Nicht-Konformität belaufen sich auf mindestens 5 % des weltweiten Nettoumsatzes des Unternehmens im Geschäftsjahr

• Unternehmen können für entstandene Schäden durch Nicht-Behebung negativer Auswirkungen Ihres eigenen Handelns haftbar gemacht werden. Ausgenommen sind Schäden, die nur von seinen Geschäftspartnern in seiner Aktivitätskette verursacht wurde.

 

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Neue Abfallverbrennungsverordnung 2024

Die neue Abfallverbrennungsverordnung gilt ab 1. Jänner 2025 für die Verbrennung und Mitverbrennung von festen oder flüssigen Abfällen in AWG Abfallbehandlungsanlagen, gewerbliche Betriebsanlagen und Dampfkesseln genehmigt nach EG-K. 

Betroffen sind die Inhaber von Verbrennungs- und Mitverbrennungsanlagen, Hersteller von Ersatzbrennstoff(produkten) und Klärschlammerzeuger.

 

Wesentliche Änderungen

KLÄRSCHLAMM 

Die Vorgaben zur Klärschlammbehandlung sind ab 1. Jänner 2033 einzuhalten.

  • Verbrennungsgebot für Klärschlamm - Ziel ist der Anteil des verbrannten Klärschlamms bezogen auf den Gesamtanfall an Klärschlamm von mindestens 80% (2030). Betroffen sind Klärschlämme mit Abfallschlüsselnummer 92201, 92212, 94301, 94302, 94501 oder 94502. 
     
  • Verpflichtung zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm - Der Anteil des zurückgewonnenen Phosphors (aus der Verbrennungsasche) bezogen auf den Phosphorgehalt im Klärschlamm soll mit 2030 mindestens 85% betragen.
    • Eine jährliche Berichtspflicht über zurückgewonnenes Phosphor durch Inhaber der Verbrennungs- oder Mitverbrennungsanlage sowie für Klärschlammerzeuger (bei thermischer, chemischer oder physikalisch-chemischer Verfahren bei der Abwasserreinigung) ist mit 30. April 2034 über das edm-Portal vorgesehen.

 

STAND DER TECHNIK - GRENZWERTE

  • Anpassung der Grenzwerte der Abfallverbrennungsverordnung an die BVT-Schlussfolgerungen zur Abfallverbrennung der EU
     
  • Anpassung der Messtechnik und der Vorgaben für Ersatzbrennstoffe an den Stand der Technik und an EU-Vorgaben

 

NOTFALLSTRATEGIE

  • Für den Fall, dass Erdgas oder andere Betriebsmittel nicht zur Verfügung stehen, können Betreiber einen Antrag auf Abweichungen von den Emissionsgrenzwerten oder Betriebsbedingungen für 6 Monate im Zeitraum 14. Mai 2024 bis 31. Dezember 2028 stellen. Dies ist durch einen neuen Notfallparagrafen ("Andere als normale Betriebsbedingungen") möglich.

 

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